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The Nice Blog is all about the good things in life: health, fitness, media, career and work life and other topics relevant to 20-somethings. Regular sections include "The Nice Links", "Workout Worthy" and "Positive Pop". The Nice Blog belongs to Elisabeth (Lisa) Oberndorfer - a journalist, writer and cinnamon addict currently residing in Vienna, Austria. 

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Wednesday
Sep142011

Wie man sich eine Gewohnheit antrainiert: Morgen-Workout

Drei Monate habe ich auf diesen Beitrag gewartet. Denn seit mittlerweile mehr als drei Monaten stehe ich werktags um 5.47 Uhr auf. Und da weder Urlaub noch Krankheit diese Routine gebrochen haben - und als Ansporn es auch weiterhin zu tun - teile ich hier meine Erfahrungen mit euch. 

Die Ausgangssituation

Vor der Arbeit ins Fitnessstudio, das habe ich schon vor vier Jahren praktiziert. Nach einem Umzug vor mehr als drei Jahren lag zwar ein anderes Fitnessstudio nur wenige Gehminuten von mir entfernt. Allerdings waren/sind dort die Öffnungszeiten sehr ungünstig für mich. Ich gehe entweder ganz früh oder ganz spät trainieren. Direkt nach der Arbeit habe ich zu wenig Energie, nach dem Abendessen noch weniger. In den vergangenen Jahren war ich zwar Mitglied in diversen Studios, keines passte aber von der Lage und den Öffungszeiten zu mir.  Im Frühling habe ich dann gelesen, dass ein Fit Inn in meinem Bezirk eröffnet hat (in einem Studio dieser Kette war ich übrigens schon vor vier Jahren). Die Tatsache, dass das Studio um 6 Uhr aufsperrt und nicht allzuweit weg liegt, hat mich ohne zu zögern wieder eine Jahresmitgliedschaft lassen. Das erste Monat ging ich immer abends und mäßig regelmäßig trainieren. Weil das aber für die Fitness wenig bis gar nichts bringt, habe ich mir selbst einen Tritt in den Hintern verpasst. 

How To

Als Vorbereitung und Einstimmung hilft es, Artikel und Blogs über die Benefits von Sport und Ausdauer- und Krafttraining zu lesen. Am Abend vor dem ersten Morgen-Workout ist das die beste Lektüre, da du dich dann schon richtig darauf freust, deinem Körper Gutes zu tun.

Lege dir alles, wirklich alles was du fürs Training brauchst, zurecht:

Ich lege am Vorabend meine Sportbekleidung zurecht, fülle meine Wasserflasche an und stecke sie gemeinsam mit einem frischen Handtuch in meine Sporttasche, die in der Garderobe steht. Pulsuhr und Brustgurt sind ebenfalls griffbereit. Am Küchentisch steht ein Glas Wasser, das ich am Weg zur Wohnungstür austrinke. 

Wenn der Wecker läutet, stehe SOFORT auf:

Verabschiede dich für den Rest deines Lebens vom Snooze Button. Denk nicht drüber nach, dass du eigentlich noch zwei Stunden schlafen könntest. Stelle nicht in Frage, was du da eigentlich machst. Ich springe mittlerweile schon auf, wenn der Wecker läutet, gehe quasi automatisiert ins Badezimmer, ziehe mir die Sportkleidung und -Ausrüstung an, trinke mein Glas Wasser und verlasse die Wohnung. 

Halte durch:

Nicht selten befinde ich mich in der Straßenbahn auf dem Weg ins Studio, manchmal sogar noch am Crosstrainer, im Delirium. Get over it. Spätestens nach 10 Minuten Ausdauertraining bist du wach. 

Motivierende Gründe

Gut, das hätten wir mal. Klingt ja gar nicht so schlimm. Die Kunst ist nun, das Ganze langfristig durchzuziehen. Folgende Dinge haben mir dabei geholfen, nicht aus der Spur zu geraten und meine Workout-Routine beizubehalten:

 

  • Ich trainiere von Montag bis Freitag jeden Morgen. Es ist einfach leichter, den Rhythmus zu behalten, wenn man jeden Tag um dieselbe Uhrzeit aufsteht. Würde ich mir vornehmen, nur drei mal morgens zu trainieren, würde ich in Versuchung geraten, das Workout auf den nächsten Morgen zu verschieben.
  • Ja, es ist hart, wahnsinnig hart, um diese Uhrzeit aufzustehen. Aber: Noch viel schlimmer ist es, das Workout zu schwänzen, und dann eine Stunde später mit wahnsinnig schlechtem Gewissen den Tag zu beginnen. Habe ich mich selbst belogen, ist eigentlich mein ganzer Tag versaut.
  • Das Gefühl, ein intensives Workout absolviert zu haben, ist definitiv besser als das Gefühl, eine Stunde länger geschlafen zu haben!
  • Du gehst stärker und selbstbewusster durch den Tag, wenn du weißt, dass du dir und deinem Körper schon vor der Arbeit etwas Gutes getan hast.
  • Wer das Workout morgens einschiebt, hat abends mehr Zeit für andere Freizeitaktivitäten.
  • Du schläfst besser: Seitdem ich immer morgens trainiere, habe ich so gut wie nie Schlafstörungen, da mein Körper abends die richtige Müdigkeit hat. 

 

Sich eine Gewohnheit anzutrainieren ist nicht leicht (wäre es das, wären wir ja alle perfekt). Wer das aber durchzieht und dranbleibt, wird für seine Disziplin mit vielen Benefits belohnt. Und nicht vergessen: Change is uncomfortable

 

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